WohnsiedlungRichterswil

In Agglomerationsgemeinden wie Richterswil (ZH) schlummert ein grosses Potenzial für die Biodiversitätsförderung. Zwar verfügen die Aussenräume vieler bestehender Wohnsiedlungen oft über ausgedehnte Grünflächen, diese sind jedoch naturfern gestaltet und werden intensiv gepflegt. Die Binding Stiftung möchte das Potenzial besser nutzen und wertet die Umgebung ihrer Liegenschaften in Richterswil auf.

Die Wohnsiedlung an der Reidholzstrasse in Richterswil grenzt westlich an den Reidholzwald und nördlich an Landwirtschaftsgebiet und gestaltet somit den Siedlungsrand. Sie verfügt über grosszügige Grünflächen, die von zahlreichen Bäumen, Sträuchern und ausgedehnten Rasenflächen geprägt sind. Den Mietenden bietet sie neben der Nähe zur Natur auch Spiel- und Grillplätze und weitere Aufenthaltsbereiche. Nun steht die Sanierung der Heizzentrale und eines Kleinkinderspielplatzes an. Die Eigentümerin, die Sophie und Karl Binding Stiftung, will diese Gelegenheit nutzen, um neue Lebensräume für Flora und Fauna zu schaffen und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität für die Mietenden zu verbessern. So soll etwa der alte Spielplatz naturnah gestaltet werden, damit die Kinder beim Spielen die Natur entdecken und erleben können. Ein Kernanliegen der Binding Stiftung ist es, bei allen Massnahmen die Mietenden wie auch die externen Unterhaltsverantwortlichen und Liegenschaftsbewirtschaftenden einzubeziehen.

Projektverlauf

26.04.2021

Gemeinsame Begehung mit den Verantwortlichen in Richterswil

Die über dem Zürichsee gelegene Wohnsiedlung Reidholzstrasse der Sophie und Karl Binding Stiftung wird von der Intercity AG verwaltet und von der FEAG AG unterhalten. Bei einer ersten gemeinsamen Begehung des Areals mit Vertreterinnen und Vertreter der drei Organisationen konnten wir schnell einen guten Überblick über das Areal, den Pflanzenbestand und seine Unterhaltsanforderungen gewinnen. Wir konnten uns schon das erste Mal austauschen und über die Ziele einer ökologischen Aufwertung und Nutzungsaspekte diskutieren. Der Gärtner ist sehr am Thema interessiert und kennt die Prinzipien einer naturnahen Pflege. Aber auch erste Zielkonflikte wurden im Gespräch schnell allen bewusst. Es war eine offene Atmosphäre. Wir freuen uns auf die Aufwertung dieses vielversprechenden Areals.